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Ausleeren von Ballons mittels Handpumpen

Der Zweck einer Handpumpe besteht darin, dass sie von Hand betrieben werden kann. Nicht einmal elektrischer Strom wird dafür benötigt. Solche Pumpen werden dazu verwendet, Flüssigkeitsbehälter zu entleeren bzw. Flüssigkeiten in andere Gefäße umzupumpen. Diese, aus Kunststoff bestehenden Handpumpen dienen im Regelfall zum Ausleeren von Ballons, Bottichen, Kanistern und anderen offenen Gefäßen. Wenn man einen Behälter entleeren und die Flüssigkeit in einen anderen befördern möchte, müssen die Behälter nur etwas höher stehen. Das Ansaugteil der Handpumpe wird in die Flüssigkeit getaucht und der Auslaufhahn erst einmal geschlossen. Durch den integrierten Saugkörper der Pumpe, wird das Anheberohr entlüftet und durch den Unterdruck der hierbei entsteht, wird die Flüssigkeit angesaugt. Der Auslaufhahn sorgt dafür, dass die Flüssigkeit dann in einen anderen Behälter abgelassen werden kann.

Am Markt findet man ebenfalls eine spezielle Handpumpe, die eigens für den Zweck entwickelt wurde, ölige Substanzen aus Fässern und Tanks abzupumpen. Durch diese Prozedur verhindert man ein nicht gewolltes Auslaufen von Öl. Öl-Handpumpen gibt es in diversen Ausführungen. Kolbenpumpen, Fasspumpen, Flügelpumpen oder Getriebeölpumpen wären ein paar davon. 20 Liter Öl pro Minute können mit einer Pumpe dieser Art angesaugt bzw. transportiert werden. Auch eine Luftpumpe kann als Handpumpe bezeichnet werden. Häufig findet man diese Art einer Handpumpe auf einem Fahrrad. Diese Pumpen sind aber nicht dafür gedacht, Flüssigkeiten zu befördern – ganz im Gegensatz zu der bekannten Schwengelpumpe. Bei der Schwengelpumpe handelt es sich um eine klassische Handpumpe, die lange Zeit dazu diente, Wasser zu pumpen. Unter dem Schwengel versteht man dabei, den Hebel der händisch betätigt wird. Diese Pumpe kam in den ländlichen Gegenden bis ins Jahre 1950 zur Anwendung. Allerorts, wo die elektrische Stromversorgung noch nicht so weit ausgebaut war, wurde die Schwengelpumpe für die tägliche Wasserversorgung benötigt. Diese Wasserpumpe arbeitete zumeist als Kolbenpumpe mit einem Kolben und einer Ledermanschette.

Die weitverbreitete Handpumpe war so konstruiert, dass sie Wasser aus 8 Metern Tiefe an die Erdoberfläche holen konnte. Die Leistung, die mit einer solchen Pumpe erreicht werden kann, hängt davon ab, ob ein Muskelpaket oder ein untrainierter Mensch die Pumpe bedient, da es einzig auf die Kraft ankommt.Einige Menschen bringen 40 Liter, andere andererseits nur 10 Liter an die Oberfläche. Die geschichtsträchtigen Handpumpen prägen heute noch immer das Stadtbild von verschiedenen Städten, wie etwa Magdeburg und Berlin. In diesen Tagen werden die Schwengelpumpen noch als Trinkwassernotbrunnen verwendet und manche Ständer der Pumpen sind zum Teil 200 Jahre alt. Brunnen mit Schwengelpumpe sind noch in vielen Teilen der Welt weit gängig und dienen dort als Trinkwassernotversorgung. Der Vorteil ist, dass die Handpumpen ohne Anschluss am Stromnetz und am Trinkwassernetz betrieben werden können. Auch bei der Feuerwehr des 19. Jahrhunderts verwendete man ähnliche Geräte wie die damalige Schwengelpumpe. Durch die Handpumpen kam die Feuerwehr zu ihrem Löschwasser. Sie verwendeten dazu jedoch einen sehr großen Hebel, der 1,5 bis 2 Meter lang war, damit eine große Menge Wasser gepumpt werden konnte. Im 19. Jahrhundert verwendete die Feuerwehr noch Eichen- Buchen- oder Kastanienholz für ihre verschiedenen Pump-Konstruktionen.