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Blecheimer – Eine kurze Geschichte

Abermals war der Flugtag von Red Bull 2011 ein riesen Hit und ganze Menschenmassen jubelten den jeweiligen Teilnehmern zu. Der Red Bull Flugtag steht besonders für „Extreme Fun“ für Veranstalter und Starter.  Für beide Seiten ist eine lange Vorbereitungszeit notwendig.  Um hier mitmachen zu können benötigt man ein Fluggerät, dass man von einer festgelegten Höhe ins Wasser „steuert“.

Das Fluggerät selbst darf in Länge und Breite nicht mehr als 10 m haben und 150 kg an Gewicht nicht überschreiten.  Man war so fasziniert, das man sich dachte einmal selbst an dem Red Bull Flugtag teilzunehmen.

So könnte beispielsweise eine Konstruktion für ein Team von vier Personen aussehen:

Damit das Flugobjekt im Wasser nicht sinkt werden Blecheimer als Basis verwendet. Dieses Blecheimer – Basiskonstrukt wird äußerlich noch von Holzleisten gestärkt und miteinander durch eine strapazierfähige Schnur so gut es geht zusammengebunden.  Auch in einige Seitenwände werden Bleicheimer, die einer Bleicheimer – Säule gleichen soll, eingebunden um so zusätzliche Standfestigkeit zu erhalten.  Das Glitzer-Snowmobil – so soll das endgültige Flugobjekt aussehen – wird als nächstes mit Rollerreifen ausgestattet. Die Wahl der Rollen wurde angesichts des minimalen Gewichtes selektiert, damit man mit dem Glitzer-Schneemobil von der Startrampe eine gute Geschwindigkeit erreicht und zumindest an Flugweite gewinnt.  Die Blecheimer – Grundlage soll das meiste Gewicht schlucken. Zusätzlich können noch Holzleisten montiert werden und mit Stanniolpapier oder anderen Glitzereffektstanniol umwickelt werden.  Nun soll alles nur mehr glitzern und blinken. Dazu einfach alles mit entsprechenden Deko-Elementen versehen. Glitzerluftballons, Aufkleber, Boas, Glitzerlametta uvm.

Damit das Team entsprechend dem Glitzer-Snowmobil angezogen ist, geht sie mit weißen Overalls an den Start. Dazu kommen noch Fellschneeschuhe à la Hansi Hinterseer. Für pepp bei den Handschuhen sorgen Farbtöne wie Eisblau oder Pink. Das Bild wird komplett, wenn noch Fellmützen mit Ohrenschützern dazu getragen werden. Sollte es sich gewichtstechnisch noch ausgehen, sollten rund um den Blecheimer – Sockel einige Bojen platziert werden, damit das Snowmobil nicht zu schnell untergeht.

Auf eine Dachkonstruktion wird verzichtet, da nach Überschlagsberechnungen man über die erlaubten 150 Kilogramm kommen wird.  Statt der Dachkonstruktion sollte man den verbleibenden Gewichtsspielraum dafür nutzen und es zum Glitzern und Glänzen bringen. Dem Glitzer nicht genug sollen den Snowmobil-Insassen noch Glitzer-Brillen aufgesetzt werden.  Abschließend soll man sich auf den brillanten Auftritt einstellen können. Nicht bloß das, sondern man möchte natürlich mit einer guten Platzierung abschneiden.

Konkurrenten wie Bugs Bunny, Wickie oder fliegende Schießbuden müssen bezwungen werden. Einfacher gesagt als getan! Die wichtigste Fragestellung ist aber, wie man die Einzelteile zum Veranstaltungsort bekommt. Die Frage der Logistik ist hier noch zu beantworten. Gute Seelen haben sich bereit erklärt die Einzelteile mit einem Laster vor Ort zu bringen, damit die Glitzer-Snowmobil-Mannschaft beim nächsten Red Bull Flugtag starten kann.