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Grundausstattung Waschmaschinen

Waschmaschinen gehören inzwischen zur Grundausstattung in einem modernen Haushalt Nicht nur um Kleidung von Schmutz zu befreien, sondern auch zur Säuberung und zum Kolorieren von rohen Fasern, Stoffen und Garnen werden sie gebraucht. Wer Waschmaschinen für eine Entwicklung des 20. Jahrhunderts hält, der irrt sich, schon 200 Jahre früher entwickelte der Theologe Jacob Schäffern in Regensburg das erste Modell. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Waschen anstrengende Handarbeit, woraus sich ein eigener Berufsstand – der der Wäscherin – entwickelt hatte.

Die sogenannte Trommelwaschmaschine, die in ihrem Aufbau bereits absolut den heute üblichen Waschmaschinen ähnlich war, wurde in 19. Jahrhundert entwickelt. Anhand einer Kurbel konnte man die Trommel, die in einem Bottich liegen befestigt war, drehen. Die Wäsche wurde zum Waschen durch eine Öffnung an der Seite in die Trommel gelegt. Man gab heißes Wasser, Waschmittel mit der Wäsche in die Trommel und drehte diese, was die Betätigung der Wäscherinnen einfacher machte. Zu jener Zeit betrachteten viele die brandneue Technik der Waschmaschinen eher mit Skepsis, deshalb wurden sogenannte Probewaschtage veranstaltet, um der Bevölkerung die neuen Waschmaschinen vorzustellen. Im Freien wurde eine Maschine vor einem großen Publikum von interessierten Leuten vorgeführt und die Vorzüge der neuen Technik sehr deutlich gepriesen. Die Bauweise der Maschine vereinfachte das Waschen, indem mehr Wäsche in kürzerer Zeit als vorher gewaschen werden konnte. Des Weiteren schonte das Gerät die Wäsche, die nun länger getragen werden konnte.

Miele, das Traditionsunternehmen, präsentierte um 1900 erste Waschmaschinen, die nach dem Prinzip der Buttermaschinen funktionierte. Erst um das Jahr erschien die erste vollautomatische Waschmaschine auf dem Markt. Diese allerersten Geräte kosteten viel Geld und kaum jemand konnte es sich leisten. Dann hatten tüchtige Geschäftsleute die Idee, die Waschmaschinen an private Haushalte zu vermieten und der erste Waschsalon entstand. Auch heutzutage erfreuen sich diese Salons einer gewissen Popularität, insbesondere wenn man viel Wäsche hat. Als die Waschmaschinen Anfang der 70er Jahre günstiger wurden, wurden sie auch für Privathaushalte gekauft. Jetzt war jeder moderne Haushalt mit einer Waschmaschine ausgestattet.

Die Maschinen waren in der Mitte der 80er regelrechte Stromfresser und die Phosphate in den Waschmitteln waren eine hohe Umweltbelastung, was zur sogenannten „Waschkrise“ führte. Es wurden neue Modelle der Waschmaschinen entwickelt, die mit erheblich weniger Strom als ihre Vorläufer arbeiteten. Ebenfalls sind seit dieser Zeit nicht abbaubare Phosphate verboten. Am meisten ist heutzutage die Form der Trommelwaschmaschinen verbreitet, deren Trommel sich um eine horizontale Achse dreht. Die zwei Arten der Maschinen, Toplader und Frontlader, bezeichnen, wo man die Wäsche in das Gerät einfüllt. Ein Toplader ist an der oberen Seite der Maschine zu öffnen, ein Frontlader wird im Unterschied dazu an der vorderen Seite durch das Bullauge befüllt. Die günstigeren Modelle unter den Waschmaschinen sind die Frontlader, wobei die Toplader den Vorteil haben, dass das Bullauge nicht undicht werden kann.