Meldungen veröffentlichen

PET Flaschen vom Dosenprofi

Die PET Flaschen kennt jeder. Doch wer weiß wirklich, dass das Wort PET von Polyethylenterephthalat stammt. Dabei dreht es sich um eine spezielle Art Plastik, der zur Familie des Polyesters gehört. Seit Ende der 80er werden von der Getränkeindustrie PET Flaschen als Verpackungsmittel verwendet. Erdacht wurden die PET Flaschen in den 1960er Jahren. Polyethylenterephtthalat war schon im Jahre 1930 bekannt und ein amerikanischer Forscher entwickelte das Produkt weiter und schaffte es, das Material formbar zu machen. Die ersten Hochleistungsmaschinen für die Produktion von Kunststoffflaschen wurden von deutschen und amerikanischen Maschinenbauern hergestellt, sobald dieser Fortschritt an die breite Masse gelangte.

Die ersten PET Flaschen fassten 2 Liter und wurden mit Erfolg von Coca Cola auf dem Markt eingeführt. Auch in Deutschland und Österreich wurden die Flaschen durch den führenden Limonadenhersteller eingeführt. 1987 kam die 1,5-Liter-Einwegflasche auf den Markt und etwas später die „unkaputtbare“ Pfandflasche. Der Siegeszug der PET Flaschen begann 1990, als es machbar wurde eine einteilige Flasche aus 100 Prozent PET herzustellen. 34% der Verpackungen weltweit waren im Jahr 2010 PET Flaschen. 50 bis 80 Gramm betrug das ursprüngliche Gewicht einer PET-Falsche und wurde langsam auf das jetzige Gewicht verkleinert. Glasflaschen werden von diesen Kunststoff-Flaschen allmählig aber doch vom Markt gedrängt. Hier gab es in den vergangenen 20 Jahren revolutionäre Entwicklungen in diesem Bereich. Egal, um welches Getränk e sich dreht – alkoholfreie Getränke, Bier, Milch,… – alles ist bereits in diesen Flaschen am Markt erhältlich. Der Unterschied zwischen Einweg- und Mehrwegflaschen ist die Stärke der Flaschenwand. Die der Pfandflasche ist ein wenig dicker und daher auch stabiler. Man kann beide Arten am Markt kaufen.

Mehrweg PET Flaschen durchlaufen den Weg rund zwanzig Mal, ehe sie neu aufgearbeitet werden. Hersteller von PET Flaschen verwenden dazu entweder das Streckblasverfahren oder das Spritzgießverfahren. Die Flaschen können in einem einzelnen Arbeitsschritt aus dem Kunststoff produziert werden. Durch die Leichtigkeit und die Stabilität der PET Flaschen sind sie bei den Kunden sehr beliebt und auch äußerst nützlich in der Handhabung. In den Flaschen selbst befinden sich auch keinerlei gesundheitsschädlichen Substanzen. Einen Haken gibt es jedoch gegenüber Gasflaschen: PET Flaschen sind nicht gasdicht. Dadurch kann Kohlensäure einfacher austreten. Nach einigen Wochen sind dadurch vielleicht ein paar Getränke ungenießbar. Da auch Sauerstoff in die Flaschen eindringt, verändert sich über kurz oder lang der Geschmack.

Die „PET to PET Recycling Österreich GmbH“ ist ein Unternehmen, das von vielen verschiedenen Getränkeherstellern finanziert wird und ist national die einzige Anlage, die sich mit dem Recycling von PET Flaschen beschäftigt. Sie befindet sich im burgenländischen Müllendorf und hat seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2007 etwa 43.964 Tonnen PET-Material verarbeitet. Neue PET Flaschen und auch weitere Verpackungsmaterialien werden aus dem recycelten Material hergestellt. Durch die Wiederaufbereitung des PET Mülls kann die Menge des Mülls in Grenzen gehalten werden.